Perversity - words like poison – (2004) Forensick Music
“Worte wie Gift” könnte auf dem ersten Blick ein Grindcore/Crust-Scheibchen sein. Zumindest wenn man nach dem Booklet geht, aber auch die Texte sprechen dafür. Hier richtet sich alles gegen die Sinnlosigkeit von Kriegen und deren perversen Folgen und Machenschaften. Ein Thema welches auf unseren Erdball wohl leider immer aktuell bleiben wird, Krieg und Zerstörung wird immer das Leben auf unserem Planeten verfolgen, zumindest so lange wie es Menschen gibt. Aber nichts Grindcore, die Slowaken spielen technisch brutalen Death Metal der genauso aus dem Land der Kriegsmacht Nummer 1 der USA kommen könnte. Genau die Musik die zum Großteil nur irgendwelche Gore und Splatterthematiken behandelt. Perversity machen es dem Hörer nicht unbedingt einfach mit ihrer Musik. Auf der einen Seite gibt es Hunderte Bands die ähnlich oder genauso klingen, auf der anderen Seite bekommt man aber ein heftiges, technisch versiertes Death Metal-Geschoss vor das Gebälk gekloppt. Hier wird geknüppelt, ab und an wird vom Gaspedal gegangen, um dann im nächsten Augenblick wieder alles kurz und klein zu hauen. Trotzdem ist zu jeder Zeit eine gewisse Struktur zu erkennen. Der Mann hinter dem Mikro grunzt das gesamte Material fast in einer Stimmlage runter, von Abwechslung ist gesangstechnisch kaum eine Spur. Aber ehrlich das stört kaum, da gerade die technischausgereifte Gitarrenarbeit einiges abfängt und dabei kommt das eine oder andere Soli richtig geil rüber. Das machen die musikalisch Artverwandten Amis nicht besser. Am Anfang wurde ich mit dem Werk der Slowaken überhaupt nicht warm, aber mittlerweile muss ich sagen, das Dinge hat was. Erwartet bitte nichts Neues bei Perversity, aber warum auch das Rad immer neu Erfinden, so lange es rollt. Um die Sache kurz auf den Punkt zu bringen, Fans von Kapellen wie Cannibal Corpse, Suffocation und Konsorten können hier nicht viel Falsch machen. Im Gegenteil gebt auch mal anderen Bands eine Chance, verdient haben sie es alle male. Und gerade Bands wie Perversity bringen noch diesen ungeschliefenen Sound mit, den ich bei Bands wie Cannibal Corpse einfach vermisse. Das Label der Band erreicht ihr hier: www.forensickmusic.com