PENCIL LEAD SYRINGE - Suffocated and Embalmed - CD Dan´s Crypt Records
Aaaarrrrrgghhhhh!! Review zuende. Na gut, ein paar Sätze, aber viel mehr schaff´ ich nicht zu schreiben, wenn diese Scheibe läuft. 42 Minuten nervenzerfetzender Brutalität, in denen meine Hände instinktiv immer wieder von der Tastatur flüchten, um meine Ohren zu schützen und sich, Stahlklauen gleich, von da aus gleich ein paar Zentimeter in den Schädel und die köstlich weiche Masse darin zu graben. Ich habe an anderer Stelle mal die Brodequin Alben besprochen und bemerkt, dass der musikalische Extremismus irgendwann ausgereizt ist und die Jagd nach immer neuen Rekorden ihren Sinn verliert. Und trotzdem höre ich das Zeug immer wieder an und liebe es. Genauso verhält es sich mit „Suffocated and Embalmed“ von P.L.S., einem Trio aus Kalifornien, das sich der totalen Gore-Death/Grind-Extase ohne den kleinsten Anflug von Schamgefühlen verschrieben hat. Sagenhafte Knüppelexzesse, knochenzermalmende Midtempo- und SloMo-Passagen, Gegurgel wie aus dem tiefsten Sumpfloch, in dem jemals eine Rotte Wildsäue jämmerlich verreckt sind, Atmosphäre schwärzer als die tiefste Nacht und blutiger als die Fäuste aller cracksüchtigen Zombies, die sich in der Postapokalyptischen Kriegszone™(*) durch die Reihen der Lebenden schlachten. Eine einzige monotone Zerstörungs- und Zerfleischungsorgie in tiefsten Tönen; keine Liebe, kein Leben! Label Dans Crypt Records gibt diesem Kind des Hassen den Namen „Ultra Slamming Brutal Death“, da will ich lieber keine Widerworte suchen... Zwei winzige Sonnenstrahlen der Hoffnung enthält das Album: in der Mitte des fünften und zu Beginn und Ende des zwölften Tracks gibt es ruhige instrumentale Passagen von ein paar Sekunden, doch die grauenhafte Realität holt die Hörenden/Leidenden ganz ganz schnell wieder ein... Wer von euch ihr/sein Frühstücksmüsli mit Rattenblut mischt und es aus einer Schädelschale genießt und auch sonst durch nichts zu erschrecken ist, bitte unbedingt zugreifen!!
(*)Otto der Busfahrer in einer frühen Folge der „Simpsons“