DECAYING FORM - Chronicles of Decimation - CD (2007) Dan´s Crypt Records
Zwei Menschen, die versuchen, alle möglichen Laute und Rythmen aus ihren Instrumenten zu zaubern. DECAYING FORM machen Death Metal, der sowas von übertechnisch ist, dass er mir zeitweilig richtig auf die Nerven geht. Experimentelle Improvisation ist der selbsterklärte Zweck dieser Übung, die ich persönlich als Veröffentlichung eher nicht brauche. Andererseits hat die Platte durchaus ihre Momente, in denen die brutale Seite der Band durchbricht, der Sänger growlt und keift über dem Durchschnitt und die Midtempo-Passagen sind zum Teil recht schwer. Herausheben möchte ich gern den letzten Song: „Worming Existence: A Masticating Monstrosity“. Mit 4min35sek gleichzeitig der längste und beste. Einige der kürzeren Stücke zuvor wirken auf mich weniger wie Songs, sondern mehr wie wilde Aneinanderreihungen von Ideen und Fragmenten. Als durchgehendes Gesamtwerk mag ich die „Chronicles of Decimation“ nicht, gefühlte 200 bpm (breaks per minute) zerstören mir das Hörvergnügen, außerdem hilft der eher dünne Sound dem Stil der Band nicht gerade weiter. Habe sie mir mehrfach konzentriert angehört und dann aufgegeben, sie aber zum Zeitung lesen noch ein letztes mal gespielt und voila: wenn Mensch nicht so genau hinhört, dann entwickelt das Ding doch noch ordentlich Druck und Bumms. Sollte das der Sinn und Zweck solcher extrem technischen Mucke sein? Vermutlich nicht. Auf mich wirkt sie aber genau wie oben beschrieben, schade. Fans von technischem Death Metal mögen hier mal reinhören, vielleicht kann der eine oder die andere der Scheibe ja mehr abgewinnen als ich. Ach ja, an den vielen „Ichs“ in dieser Besprechung erkennt ihr, wie subjektiv sie ist. Selber hören macht Meinung, nicht die Zeilen irgendwelcher untalentierten Schmierfinken!